Das Monitoring

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Elemente des Tabakmonitoring Schweiz

Hier werden die einzelnen Elemente des Forschungssystems näher beschrieben. Es besteht aus einem Basismodul sowie verschiedenen Zusatzmodulen.

Basismodul

Im Basismodul wurden vierteljährlich die zentralen Variablen zum Tabakkonsum erhoben (2 500 Interviews pro Quartal). Die Grundgesamtheit bildet die 14- bis 65-jährige, in der Schweiz wohnhafte Bevölkerung.

Variablen

Alle Befragten

  • Subjektiv wahrgenommener Gesundheitszustand, Atemwegsbeschwerden, Gesundheitsverhalten
  • Raucherstatus (differenziert nach RaucherInnen, Ex-RaucherInnen, Niemals-RaucherInnen gemäss WHO, 1998)
  • Soziodemografische Variablen

Regelmässige RaucherInnen und GelegenheitsraucherInnen

  • Art der Tabakwaren und Zigarettenmarke
  • Anzahl gerauchter Zigaretten
  • Grad der Nikotinabhängigkeit
  • Alter bei Beginn des regelmässigen Zigarettenkonsums
  • Ort / Gegebenheiten / Zeitpunkt des Tabakkonsums
  • Aufhörbereitschaft / Phasenbestimmung gemäss Transtheoretischem Modell (TTM, nach Prochaska et al., 1998)
  • Erfolglose Aufhörversuche in den letzten 12 Monaten

Ex-RaucherInnen

  • Dauer der Abstinenz / Phasenbestimmung gemäss TTM
  • Alter bei Beginn des regelmässigen Zigarettenkonsums
  • Entwöhnungshilfen
  • Aufhörgründe

Schwangere Frauen und Mütter von Kleinkindern

  • Konsumgewohnheiten vor, während und nach der Schwangerschaft
  • Wissen um Schädlichkeit des Tabakkonsums für den Fötus, resp. Schädlichkeit der Passivrauchexposition für Kleinkinder
Zusatzmodul

Das Basismodul kann mit Fragen ergänzt werden, welche entweder einmalig erhoben oder periodisch in Zusatzmodulen wiederholt werden können. Folgende Inhalte wurden bis Dezember 2010 erhoben:

In der ersten Erhebungswelle wurden alle Zielpersonen – als Nullmessung für die massenmediale Tabakpräventions Kampagne des BAG – zu ihrer Wahrnehmung von Kampagnen über die Schädlichkeit des Rauchens interviewt. Ab der zweiten Welle wurde zum einen konkret nach der Wahrnehmung der TV-Spots gefragt, zum anderen die Erinnerung an die jeweiligen Kampagneninhalte erhoben. Zudem wurde das Wissen über schädliche Auswirkungen des Tabakkonsums bzw. des Passivrauchens erfragt. Seit der Welle 10 liegt der Schwerpunkt dieser Fragen auf der Glaubwürdigkeit der Kampagneninhalte sowie auf dem Ausmass der Betroffenheit sowie auf möglichen Einstellungs- und Verhaltensänderungen, welche die TV-Spots und Inserate auslösen.

In der zweiten und sechsten Erhebungswelle wurden in einem weiteren Zusatzmodul Erkenntnisse über die Einstellung der Bevölkerung zum Thema ‚Passivrauchen’ gewonnen sowie Erkenntnisse über die Passivrauchexposition an verschiedenen Orten und die dort subjektiv empfundene Belästigung durch den Passivrauch. In der 16. und 24. Erhebungswelle wurden die entsprechenden Fragen erneut gestellt, um allfällige Veränderungen messen zu können.

In der dritten bis sechsten Welle fanden die Befragungen zum Zusatzmodul ‚Jugendliche’ statt. Hier interessierte unter anderem das Rauchverhalten des sozialen Umfeldes, Gründe für und gegen das Rauchen sowie das Image jugendlicher RaucherInnen und NichtraucherInnen. Die Fragen dieses Zusatzmoduls waren auch in der 14. bis 17. sowie in der 26.-28. Erhebungswelle enthalten.

In der vierten und fünften Erhebungswelle wurden die Befragten zum Thema ‚ärztliche Raucherberatung’ um Auskunft gebeten. Es wurde gefragt, ob die RaucherInnen in den Arztpraxen über ihre Rauchgewohnheiten gesprochen haben, ob die Ärztinnen und Ärzte ihnen zum Rauchstopp geraten haben und ob ihnen Entwöhnungshilfen zur Unterstützung angeboten wurden. Dieses Zusatzmodul wurde in den Wellen 20, 21 und 28 wiederholt.

In den Wellen sieben bis zehn kam das Zusatzmodul ‚Harm Reduction/Reduktion des Zigarettenkonsums’ zur Anwendung. Hier ging es hauptsächlich um diejenigen RaucherInnen, welche nicht die Absicht haben, mit dem Rauchen in absehbarer Zeit aufzuhören. Ein besonderes Interesse galt der Frage, ob sie den Zigarettenkonsum reduzieren möchten.

In den Wellen 10 und 19 wurde die Meinung der Schweizer Wohnbevölkerung zum Einfluss der Tabakwerbung, zu weitgehenden Werbeeinschränkungen, zu Verkaufsverboten an Jugendliche sowie zu Erhöhungen der Zigarettenpreise erhoben.

In der Welle 12 wurde die Wahrnehmung der Akteure Bundesamt für Gesundheit und Tabakindustrie thematisiert. Gefragt wurde nach der Wahrnehmung von Informationen über die gesundheitlichen Gefahren des Tabakkonsums und nach den beachteten Informationskanälen. Dazu kamen ein auf neun Eigenschaften basierender Image-Vergleich von BAG und Tabakindustrie sowie Einschätzungen der Bevölkerung zu verschiedenen Aktivitäten der beiden Akteure.

Seit Welle 18 werden in einem ständigen Zusatzmodul Fragen zum Schutz der NichtraucherInnen und zu gesetzlichen Massnahmen gestellt, in Ergänzung zu den Zusatzmodulen ‚Passivrauchen’ und ‚Gesetz und Politik’.

 

Tabakmonitoring – Schweizerische Umfrage zum Tabakkonsum. Entwicklung und Implementierung im Auftrag des Bundesamtes für Gesundheit (BAG). Finanziert durch den Tabakpräventionsfonds. Copyright © 2007 Tabakmonitoring Schweiz. Alle Rechte vorbehalten.