Das Monitoring

Logo_Pusteblume


Überblick und Rückblick

Gestützt auf die Empfehlungen der WHO, der Europäischen Union und der Eidgenössischen Kommission für Tabakprävention, hat der Bundesrat am 16. August 1995 ein Massnahmenpaket zur Verminderung der gesundheitsschädigenden Auswirkungen des Tabakkonsums für die Jahre 1996 bis 1999 beschlossen (Bundesamt für Gesundheit, 1996). Schwerpunkte des Massnahmenpakets waren die Verstärkung der Primärprävention, der Ausbau der Schutzbestimmungen für Nichtraucherinnen und Nichtraucher sowie die Förderung und Unterstützung der Tabakentwöhnung.

Als Entscheidungsgrundlage für die Umsetzung dieser Massnahmen wurde eine kontinuierliche Erhebung der Konsumgewohnheiten von Tabakwaren notwendig, da die Machbarkeitsstudie „Indikatoren für den Tabakkonsum in der Schweiz“ (Krebs & Demarmels, 1998) zeigte, dass die damals verfügbaren periodischen Erhebungen zum Tabakkonsum in der Schweiz den Anforderungen an ein effizientes Monitoring nicht mehr genügten. Erforderlich war eine kontinuierliche Erhebung mit ausreichender Stichprobengrösse, einem sorgfältig abgestimmten Fragenkatalog, flexiblen Erweiterungsmöglichkeiten sowie rascher Aufbereitung und Kommunikation der erhobenen Daten (ebd.).

Im November 2000 beauftragte das Bundesamt für Gesundheit (BAG) das Psychologische Institut der Universität Zürich, Sozial- und Gesundheitspsychologie, und Hans Krebs, Kommunikation und Publikumsforschung Zürich, mit der Entwicklung sowie Implementierung eines modularen Forschungssystems (Tabakmonitoring Schweiz), das den Tabakkonsum der Schweizerischen Wohnbevölkerung repräsentativ und kontinuierlich erfasst. Gleichzeitig wurde vom BAG das Nationale Programm zur Tabakprävention 2001 – 2005 mit zwölf Zielsetzungen erarbeitet, das die Erfahrungen des oben erwähnten Massnahmenpakets berücksichtigte (BAG, 2001). Im Jahr 2005 hat der Bundesrat beschlossen, dass das bestehende Programm bis Ende 2007 verlängert und darüber hinaus ein neues mehrjähriges Programm entwickelt wird (BAG, 2005): die nationale Strategie zur Tabakprävention 2008 – 2012. Das im Juni 2008 verabschiedete Programm besteht aus drei Oberzielen (Reduktion des Raucheranteils insgesamt sowie bei den Jugendlichen, Abnahme der Passivrauchexposition) und elf strategischen Zielsetzungen (z.B. Nichtrauchen ist selbstverständlich, Unterstützung beim Rauchstopp oder Ratifizierung der WHO-Tabakkonvention (BAG, 2008)).

 

1 ehemals Eidgenössische Komission für Tabakfragen.

2 Bundesamt für Gesundheit (1996). Massnahmenpaket zur Verminderung der gesundheitsschädigenden Auswirkungen des Tabakkonsums. Bern: BAG, Facheinheit Sucht und Aids.

3 Krebs, H. & Demarmels, B. (1998). Indikatoren für den Tabakkonsum in der Schweiz. Machbarkeitsstudie im Auftrag des Bundesamtes für Gesundheit.

4 Bundesamt für Gesundheit (2001). Nationales Programm zur Tabakprävention 2001-2005. Bern: BAG.

5 Bundesamt für Gesundheit (2005). Nationales Tabakpräventionsprogramm verlängert (Bulletin 32/05, S. 569). Bern: BAG.

6 Bundesamt für Gesundheit (2008). Nationales Programm Tabak 2008-2012. Bern: BAG.

 

 

Tabakmonitoring – Schweizerische Umfrage zum Tabakkonsum. Entwicklung und Implementierung im Auftrag des Bundesamtes für Gesundheit (BAG). Finanziert durch den Tabakpräventionsfonds. Copyright © 2007 Tabakmonitoring Schweiz. Alle Rechte vorbehalten.